Sich bei Seminarbeginn sicher fühlen

Ansichten & Einsichten 56
In den kurzen Beiträgen
geht es um praktische
Beispiele aus dem Alltag

einer Beraterin und Trainerin über erlebte Missverständnisse und schwierige Situationen. Hier gebe ich konkrete Anregungen für Verhaltensmöglichkeiten, wie mit Respekt, Wertschätzung, Humor und (angeleitetem) Erfahrungsaustausch einfühlsame Kommunikation und konstruktive Intervention möglich sind.

Über Ergänzungen und diskussionsfreudigen Austausch freue ich mich jetzt schon!Beiträge, die nicht veröffentlicht werden
sollen, bitte entsprechend anmerken!
Wie sag ich’s?
Für ein konstruktives Miteinander

Coachperson
Foto: Alexandra Grill

 

Ansichten & Einsichten 56
Bei unserem Diplomlehrgang trainingskompetenz® begleiten wir die Teilnehmenden über Erleben, Hinterfragen und Üben zu persönlichen Erkenntnissen und Handlungsmöglichkeiten. So üben wir auch Strategien für einen Seminarbeginn. Ein Teilnehmer ist an der Reihe, erstmals eine Gruppe einzustimmen. Die anderen Anwesenden stellen sich als  Testpersonen für dieses Experiment zur Verfügung. Meine Anleitung dabei ist, dass jede einzelne Person ganz persönlich reagiert, als wäre sie gerade angekommen und den anderen noch fremd. Meine Position bei dieser Übung ist die einer Teilnehmerin.

Alle Beteiligten haben mit mir einen Seminarbeginn erlebt. Darüber wurde reflektiert. Die resultierenden Wahrnehmungen wurden mit theoretischen Erkenntnissen von mir angereichert. Ankommen und Einstimmen der Gruppe mit Begrüßen, Programmvorschau und kurzem Kennenlernen sind das Thema.

Der Kollege beginnt mit einer freundlichen Begrüßung und stellt danach an die Person, die links von ihm im Sesselkreis sitzt, die Frage: „Worüber wollen wir heute sprechen?“. Überrascht von dieser Aussage antwortet diese mit einem Thema, von dem sie bereits weiß, dass es dem Kollegen sehr wichtig ist. Die gleiche Frage stellt er zwei weiteren Personen. Auch bei diesen Beiden ist die Irritation nicht mehr zu übersehen. Die gesamte Gruppe wird unruhig. Einzelne beginnen mit der daneben sitzenden Person zu reden.

Ich beende diese Übung und rege an, diese Reaktionen zu reflektieren. Nach einer ausführlichen Diskussion und entsprechenden Hinweisen von mir ist allen verständlich, warum dieses Experiment nicht gelingen konnte. Der Teilnehmer hatte nicht als Seminarleiter agiert, sondern als Gruppenmitglied, dem klar ist, dass sich alle kennen und das Programm vom Flipchart ablesen können. Diese Übung war für die gesamte Gruppe hilfreich. Es wurde verständlich, was Teilnehmende benötigen, um sich bei einem Seminarbeginn sicher zu fühlen.

 

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