Episoden aus meinem Leben – Gschaftlhuber

138. Splitter – Ich bitte um einen aussagekräftigen Titel

 

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Ich freue mich über jeden Titel oder Kommentar und über jeden, der künftig die Splitter regelmäßig erhalten wollen. Bitte alles an: egon.biechl@drei.at
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Facebook hat auch Vorteile.

Im Jahr 2005 rege ich als Betriebsrat meine Kolleginnen und Kollegen dazu an, das Blatt „Teamwork – Mondi-Betriebsrat“ herauszubringen. Einer  unserer Vorstände, CEO, sponsert nicht nur vierteljährlich das Papier (was ja in einer Papierfabrik nichts Außergewöhnliches darstellt), sondern auch den Farbdruck für zirka 1000 Exemplare.

Ende 2007 gehe ich in Pension, die ich jahrelang hauptsächlich genieße. Sieben Jahre später wird mir bewusst, dass die „Eigenbrötlerei“ bei meinem Hobby, der Ahnenforschung, neben einigen Unternehmungen für den Rest meines Lebens nicht reicht.

Ich erinnere mich, dass ich immer ein „Gschaftlhuber“ war und gerne an die Zeit anknüpfen möchte, als ich mit der Betriebsratzeitung die Kollegen nicht nur informiert, sondern auch unterhalten habe. Nach so vielen Jahren besteht auch keine Gefahr mehr, für zu anhänglich gehalten zu werden. Mit Hilfe von Facebook nehme ich mit der Crew von damals wieder Kontakt auf. Es gelingt ganz leicht und die Reaktionen sind sehr positiv. Ich freue mich sehr.

Unterbrochen durch eine krankheitsbedingte Pause steigere ich mich jetzt wieder spontan in diese selbst gewählte Aufgabe hinein. So oft ich Exkolleginnen oder Exkollegen auf Facebook finde, lade ich sie in die Gruppe „Neusiedler Teamwork“ ein, die nur für die aktuelle oder ehemalige Belegschaft von Mondi / Neusiedler zugänglich ist. Die Schar der Interessierten, die sich kontinuierlich vergrößert, fordere ich auf, sich bei der Gestaltung zu beteiligen. Viele erstellen eine Biographie über ihren Werdegang. Diese ihre Schilderung interessiert die meisten von uns. Sie gibt uns die Gelegenheit, spannende Details bei der Entwicklung ihrer Karriere oder in ihrem privaten Leben zu erfahren.

Wo es möglich ist, verwenden wir sowohl Deutsch als auch Englisch. Längere Berichte schreiben wir in der Muttersprache oder in Englisch, weil das eher von allen verstanden wird.

Ich versuche, aus meinem großen Repertoire, zusammengetragen im Zuge meiner Tätigkeit als Betriebsrat, das herauszukramen, was  die meisten ansprechen könnte: Gruppenfotos oder Porträts, die leider nur in recht unterschiedlicher Qualität vorhanden sind.

 

Neusiedler

 

Wo ich bei Facebook-Freunden erinnert werde oder mein Kalender mir Aufschluss gibt, gratuliert „Neusiedler Teamwork“. Brenzlig wird es, wo aus Unachtsamkeit einen Tag zu früh gratuliert wird, bedeutet es doch – im Speziellen bei unseren bundesdeutschen Freundinnen und Freunden – Nachteiliges für das bevorstehende Lebensjahr. Für mich als betagten Österreicher (junge sind von diesem Brauchtum schon infiziert) bedeutet das gar nichts. Was mir jedoch besonders peinlich ist, ist die Tatsache, dass ich einer Person sowohl unter ihrem Mädchennamen als auch unter ihrem Ehenamen gratuliert habe. Welch ein Fauxpas!

Aktuell gibt es in der Gruppe „Neusiedler Teamwork“ zirka 150 Mitglieder. Obwohl ich noch einige Gruppenfotos und Porträts zu publizieren habe, freue ich mich über jeden Beitrag der Anderen. Schließlich ist das der Zweck dieser Gruppe, die ich als Pensionist zwar problemloser aber nicht auf ewig betreuen kann.

Eines wird jedenfalls sichtbar: Facebook macht’s möglich.

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